Archiv der Kategorie: News

Hessen Bauern Bienen

Logo der Bienenfreundliches Hessen

Die Modellfluggruppe Niederdorfelden e.V. beteiligt sich seit der Platzneugründung 2014 mit der Einrichtung eines Blühstreifens an dem Erhalt und der Mehrung von Honigbienen und Insekten jedlicher Art. Die Honigbiene zählt immerhin zu den 3 wichtigsten Nutztieren des Menschen.

Mancher wäre erstaunt, welche Nahrungsmittel ohne Bienen wegfallen würden. Die Bevölkerung wird zur Zeit durch diverse Kampagnen und Initiativen für dieses Thema sensibilisiert. Die Modellfluggruppe Niederdorfelden ist deshalb auch stolz auf die Beteiligung an der Sicherung der Artenvielfalt. Neben unserem Feldhamsterhabitat ist der Blühstreifen eine Leistung, die wir gerne bringen.

Die Initiative „Hessens Landwirtschaft blüht für Bienen“ und „Bienenfreundliches Hessen“ werben und informieren auf ihren Webseiten.

Unser Blühstreifen ist in der Datenbank für Hessen erfasst und hat die Nummer 205.

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FLUGTAG

Die Modellfluggruppe Niederdorfelden e.V.  lädt im Rahmen der 1250 Jahr Feier der Gemeinden Nieder- und Oberdorfelden zu einem öffentlichen Flugtag ein.

Besucher werden gebeten, den Feldweg  zum Modellflugplatz zu nehmen. Ab dem Festzelt  über die Bergerstraße zum R4 Radweg, an der ersten Gabelung( gelbe Bank) nehmen Sie den rechten Abzweig und folgen der Beschilderung.

Wir bitten um Verständnis, dass wir keine Parkmöglichkeiten am Modellflugplatz haben. Modellpiloten und sonstige Teilnehmer setzen sich bitte im Vorfeld mit dem Vorstand in Verbindung.

Wir bieten ein attraktives Show-Programm an, welches viele Facetten des Modellflugs abdeckt. Nicht alltäglich wird die genehmigungspflichtige Präsentation von Modellen mit Pulsotriebwerken sein. Wir empfehlen die von uns angebotenen Ohrschützer(Oropax) zu benutzen.

Außerhalb unseres Showprogramms laden wir Modellflug-Interessierte Eltern und Kinder zum Lehrer/Schülerfliegen ein. Hierbei besteht die Möglichkeit, ferngesteuerte Flugzeuge auszuprobieren und erste Flugerfahrungen zu sammeln.

Am Flugplatz stellen wir Toiletten zur Verfügung. Außerdem ist für Essen und Trinken gesorgt.

Wir wünschen viel Spaß und freuen uns auf Ihren Besuch

die Modellfluggruppe Niederdorfelden

 

Kenntnisnachweis Karte

DMFV versendet Kenntnisnachweis im Scheckkartenformat

Wer beim Deutschen Modellflieger Verband (DMFV) einen Kenntnisnachweis gemacht hat, darf sich dieser Tage über Post freuen. Denn alle bisherigen und natürlich alle zukünftigen Erwerber des Kenntnisnachweises erhalten den Nachweis im praktischen Scheckkartenformat zugesendet. Dieser Ausweis kann einfach, ebenso wie der Mitgliedsausweis des DMFV, in Portemonnaie oder Brieftasche mitgeführt werden. Bisher war man darauf angewiesen, sich die Bescheinigung selbst auszudrucken und in Papierform mit sich zu führen. Das ist nun nicht mehr erforderlich.

Hintergrund: Seit dem 01. Oktober 2017 benötigen Modellflieger einen Kenntnisnachweis für das Fliegen von Flugmodellen mit einer Startmasse von mehr als 2 Kilogramm oder für den Betrieb von Flugmodellen über 100 Meter über Grund. Ausgenommen von dieser Verpflichtung ist der Betrieb auf einem Modellfluggelände mit Aufstiegserlaubnis und Flugleiter. Die Bescheinigung über den Kenntnisnachweis ist auf Verlangen der Luftfahrtbehörde oder der Polizei vorzuzeigen.

Winterbauaktion des DMFV und Fa. Aeronaut

DMFV und aero-naut fördern Winterbau-Aktionen

Der DMFV startet in Zusammenarbeit mit der Firma aero-naut ein gemeinsames Winterbauprojekt. Zur Verfügung stehen 100 Bausätze des aero-naut-Elektroseglers LUXX, der inklusive komplettem Antriebsset für einen Sonderpreis von 159,– Euro angeboten wird. Die Aktion ist ausschließlich DMFV-Mitgliedsvereinen vorbehalten, wobei jeder Verein bis zu maximal drei solcher Sets bestellen kann.

Konkret besteht das LUXX-Komplettset aus folgenden Komponenten:

  • Bausatz LUXX-Elektrosegler
  • Elektromotor AL 28-14
  • Regler 20 Ampere BEC
  • 3s-LiPo-Akku HD mit einer Kapazität von 1.250 Milliamperestunden (30C)
  • zwei Servos AS-225BB MG mit Metallgetriebe
  • eine Klappluftschraube CAMcarbon 9 × 5 Zoll
  • Mittelstück 42 mm
  • Mitnehmer
  • Spinner 42 mm, Weiß

(Bügelfolie ist nicht enthalten)

Durch die vorbereitete Auswahl dieser aufeinander angestimmten Komponenten besteht enorme Zeit- und Geldersparnis, womit sich das LUXX-Projekt ideal für Winterbauprojekte von Vereinen und deren Jugendlichen anbietet. Durch die reich bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung und die weit vorgefertigten Teile – das Flugmodell wird komplett aus Holz aufgebaut – ist ein gemeinsamer Baufortschritt selbst bei unterschiedlichen handwerklichen Begabungen einfach zu erzielen. Die Lieferung der 100 Sets erfolgt in der Reihenfolge des Bestelleingangs, wobei jeder Verein bis zu maximal drei Sets bestellen kann. Die Aktion gilt nur so lange der Vorrat reicht und ist befristet auf den 31. Dezember 2017.

Arbeitsdienst Frühjahr 2017

Knapp 20 Mitglieder hatten zum diesjährigen Arbeitsdienst Zeit um mitzumachen. Auf dem Pflichtenheft standen diverse Sachen wie Walzen, Netzinstandsetzung, Hüttendachsanierung, Infoschild Neubefestigung, Rasentraktor-Rückmontage, Webcam Reparatur etc.

Thomas Kurze versorgte uns zur Mittagszeit mit Essen und Getränken. Das Walzen übernahm dieses Jahr komplett Dirk. Dank einer großen Walze mit 2.5 Tonnen und einer Walzenbreite von 1,07m ging die Arbeit sehr zügig in etwa 6 Stunden. Der Zeitpunkt des Walzens hat dieses Mal in Bezug auf die Bodenfeuchte wieder recht gut gepasst.

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Netzknüpfen

Innerhalb einem Jahr hat sich das Sicherheitsnetz etwas gedehnt. Wir haben daher das untere Führungsseil nachgespannt und gleichzeitig oben eine Maschenreihe gerafft. Die großen und kleinen Löcher wurden mit Netzgarn nachgeknotet. Nun erfüllt es wieder seine Funktion.

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Zum Saisonstart wird der Rasentraktor wieder fahrtüchtig gemacht. Jochen hat sich über den Winter um die Startbatterie gekümmert und das Mähwerk entrostet und neu mit Lack ausgestrichen. Am Platz muß alles wieder zusammengebaut werden. Der Mähwerkriemen wurde erneuert. Die Reifen hinten waren platt und bekamen neuen Druck.

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Thomas bei einer Probefahrt. Alles klar zur Saison

Unsere Webcam geht dank der Arbeit von Flo und Shintaro nun auch wieder. Es gab gleich 2 Probleme, weshalb die Funktion gestört war. Die Speicherkarte im Minicomputer hatte einen Defekt bekommen. Das war zunächst sehr schwer dingfest zu machen, weil die Karte nur teildefekt war. Weiterhin hatte der Provider in der Zwischenzeit die Authentifizierung geändert. Daher mußten die Einlogprozeduren auch angepasst werden. Wir haben die Betriebszeiten pünktlich zur Sommerzeit angepasst.

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Das erste Bild nach der Instandsetzung

Unser Hüttendach hat im Laufe der Jahre einiges aushalten müssen. Der Zeitpunkt für einen Neuanstrich war dringend gekommen. Mathias hatte das nötige Material im Baumarkt besorgt und mit einer Teerbürste die Bitumenfarbe auf die komplette Dachfläche incl. Vordach aufgebracht.

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Warme Wurst mit Nudelsalat – lecker

Der Vorstand bedankt sich bei allen Aktiven.

Phoenix aus der Asche

Liebe Mitglieder,

am letzten Wochenende hatte ich die Gelegenheit, bei einem „Erstflug“ eines sehr alten und ungewöhnlichen Flugmodells dabei zu sein. Wir bekamen Besuch von einem sehr netten Modellflieger mit seiner Tochter, der als Gastflieger sein restauriertes Flugmodell bei uns testen wollte.

Schon bei der Anfahrt fiel die ungewöhnlich große Beladung auf dem Autodach auf, wir vermuteten ein neues Modell von unserem Vereinsmitglied Mathias. Doch weit gefehlt: es entpuppte sich als ein Semiscale Nachbau einer Verkehrsmaschine. Rumpf und Fläche am Stück passten kaum auf einen modifizierten Dachgepäckträger.

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Das Titelbild zeigt die DOE 23, baugleich mit der DOE30

Ich habe nun im Nachgang etwas im Netz nachgeforscht, um was für ein Modell es sich handelt. Natürlich berichtete uns auch der jetzige Besitzer Herbert vom Werdegang und der aufwendigen Sanierung.

Es handelt sich um ein Flugmodell Namens Doering 30, konstruiert und gebaut von Willi Doering, Modellfluggruppe Jügesheim. Angelehnt an einen Starlifter gibt es kein echtes Pendant im Original. Dieses Großmodell ist immerhin etwa 43 Jahre alt und hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Vermutlich eine Einzelanfertigung wurde es ursprünglich von 4 OS Methanolern 10ccm angefeuert, die wohl im wahrsten Sinne des Wortes ohne Schalldämpfer ihren Dienst in den 4 Motorgondeln verrichteten. Der Rumpf ist aus Polyester, die stark gepfeilte Fläche komplett mit Glasgewebe verstärkt. Nach Willi Doerings Tod 2005 erwarb eine flughistorische Institution Nähe Berlin das Modell und rettete es vor der Zerstörung durch Entsorgung. 2012 schließlich kaufte Herbert die Maschine dort, er war durch eine Googlesuche darauf gestoßen. Herbert hat das Modell zunächst entölen müssen und die Motorgondeln verstärkt. Die Motorgondeln tragen nach dem Umbau auf Elektroantrieb je einen Brushlessmotor, je einen Regler und je einen Akkublock 6s / 8000mAh. Die Motoren erhielten Dreiblattpropeller aus Holz.

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Die Abmessungen sind recht üppig, Rumpflänge über 4 m, Spannweite um 4,7m, das Gewicht wurde nach dem Umbau auf Elektro mit 24 KG ermittelt.

Das 2 teilige Hauptfahrwerk wird über eine senkrecht im Rumpf stehende Spindel mittig in den Rumpf eingeklappt, das Bugfahrwerk  unterhalb der Kanzel eingefahren.

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Durch die Windschutzscheiben der Kanzel ist der Elektromotor des Bugfahrwerk erkennbar. Das Bugfahrwerk wird im eingefahrenen Zustand von Klappen verdeckt.

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Die Originalbeschriftung ist teils erhalten. Man achte auf die eingesetzte Fernsteuerung TX-14 von Graupner, die 1966 als erste Digitalfernsteuerung von Grundig für die Fa. Graupner hergestellt wurde. Die Anlage sendete im 27 MHz-Band und hatte den Vorläufer vom Failsafe (bei Störung  laufen die Servos auf einen Presetwert)

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Der Aufbau des Oldtimers dauerte erwartungsgemäß recht lange. Wir konnten uns vom Zustand aus nächster Nähe überzeugen. Der Rumpf und die Fläche sind absturzfrei. Der Rumpf hat diverse Schäden der Dekoration, welche kurzerhand mit DC-Fix übergetappert wurden. O-Ton Besitzer: der wird erst nach dem erfolgreichen Einfliegen wieder lackiert. Die Passagierfenster sind der unlackierte Polyesterrumpf, daher von innen mit einer guten Beleuchtung im Dunklen  transparent genug, um Licht durchzulassen.  Der  Konstrukteur und Erbauer Willi Doering  war mit diesem Modell wohl auf diversen Flugtagen und bot dabei auch Nachtflug mit Feuerwerk an.img_20161029_153226286_bk

 

Unsere Piste ist derzeit 240m lang, in der Mitte etwas tiefer gelegen. Herbert machte zunächst einige Rollversuche und dann stand es wohl fest: heute wird die Doe-30 eingeflogen ! Wir suchten uns eine günstige Startposition aus und mit etwas Gefälle der Piste  kam der  Flieger nach ca. 25 Metern  Rollweg frei. Er hatte eine  Tendenz nach rechts und Herbert hatte alle Hände voll zu tun,  die Querruder zu trimmen. Die Lastigkeit und Schwerpunkt waren  unverdächtig.

Ich  kann leider keine Flugbilder bieten, da ich an diesem Tag nur mit Smartphone bewaffnet war. Meine Hoffnung ist, dass Herbert erneut bei gutem Wetter bei uns aufschlägt und ich dann meine Kamera dabei habe.

Der Erstflug von ca. 4 min erzeugte sogar bei mir eine leichte Gänsehaut. Was wir fast durch einen Absturz erfahren mussten, fliege keine engen Kurven mit solch einem Vogel. Ich habe das zuletzt bei meiner K10, einem EPP- Delta beobachtet. Eine zu enge Kurve endet in einer flotten Steilspirale mit hoffentlich genug Höhe, um wieder abzufangen.

Die Motoren hatten genügend Kraftreserve für den Start und den Flug. Ob die Leistungsreserve im Zweifelsfall ausreicht, um einen Flugfehler zu kompensieren ist noch nicht geklärt. Die Antriebsauslegung scheint aber sehr gut zu sein, für den Erstflug incl. Rollversuch wurde ca. 1/4 der Akkukapazität entnommen.

Willi Doering hätte mit Sicherheit seinen Spaß beim Erstflug gehabt. Leider ist er bereits verstorben, seine Modelle haben ihn jedoch überlebt.

K.Sauerteig

 

Online Petition

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Das ist die Gefahr

Der Modellflugsport in Deutschland steht vor dem Aus. Aufgrund der zuletzt gehäuften Berichterstattung über ferngesteuerte Multikopter, in Publikumsmedien häufig als „Drohnen” bezeichnet, sollen neue gesetzliche Bestimmungen verabschiedet werden, die den Modellflugsport in seiner Existenz bedrohen. Und damit das Hobby von hunderttausenden Menschen in ganz Deutschland.

Das behauptet der Verkehrsminister

1. Der Modellflug gefährde die zivile Luftfahrt

Falsch! Zwischen Januar 2015 und Februar 2016 wurden der deutschen Flugsicherung 12 Zwischenfälle gemeldet. Alle stellen eindeutige Gesetzesverletzungen dar und müssen streng geahndet werden. Sie lassen allerdings befürchten, dass die Täter sich auch bei Einführung einer gesetzlichen Flughöhenbegrenzung über das Recht hinwegsetzen würden.

2. Eine generelle Flughöhenbegrenzung auf 100 Meter sei aus Sicherheitsaspekten sinnvoll.

Nein! Eine generelle Flughöhenbegrenzung würde keinen Sicherheitsgewinn bedeuten. Im Gegenteil: fliegen große Modelle höher, haben die Piloten mehr Raum und Zeit, um beispielsweise auf unvorhergesehene Dinge zu reagieren.

3. Der Multikopter-Boom erfordere neue gesetzliche Bestimmungen.

Nein! Die bestehenden gesetzlichen Bestimmungen regeln bereits eindeutig, was beim Betrieb von Multikoptern zu beachten ist und wie er zu erfolgen hat. Auch die Persönlichkeitsrechte sind durch gesetzliche Regelungen bereits ausreichend geschützt. Neue Bestimmungen für den Betrieb von Flugmodellen und Multikoptern für Sport- und Freizeit sind also überflüssig. Eine Zunahme von Unfällen ist nicht zu verzeichnen.

Daher fordern wir

Wir fordern Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt auf, sämtliche Pläne für eine Novellierung luftrechtlicher Bestimmungen und/oder Gesetzesvorhaben zu stoppen, die den seit Jahrzehnten sicher und verantwortungsbewusst betriebenen Modellflugsport in Deutschland existenziell bedrohen.

Mail-Aktion

Schreibe Deinem Bundestagsabgeordneten eine E-Mail. Trage dazu einfach Deinen Namen und Deine E-Mail-Adresse ein und wähle zusätzlich Deinen Wahlkreis aus. Danach einfach auf „Generieren“ klicken und schon ist ein vorgefertigtes Anschreiben an Deinen Wahlkreisabgeordneten fertig. Natürlich siehst Du vorher, was Du Deinem Abgeordneten schreibst. Ist die Mail fertig, musst Du nur noch auf senden klicken.

HINWEIS: Diese Informationen wurden der DMFV Initiative „Pro Modellflug“ entnommen. Alle Rechte, auch der Logos, verbleiben beim DMFV, bzw. deren Urhebern . Wir bitten alle Befürworter des Modellflugs sich der Initiative des DMFV anzuschließen und die OnlinePetition und die Mailaktion mitzumachen.Danke

Der Vorstand der MFGN

 

Saison 2015 –> Ein Rückblick <--

Liebe Mitglieder,

die Saison 2016 steht vor den (Bastelraum)Türen. Deshalb hier gerade noch rechtzeitig mein Rückblick aufs letzte Jahr. Wer regelmäßig am Platz war, findet im Rückschauvideo bestimmt die ein oder andere Erinnerung. Zusammenfassend fand ich die letzte Saison recht abwechslungsreich. Meine Hoffnung ist, dass der Seglerschlepp weiter ausgebaut wird. Unsere 3 Schlepper Thomas Kurze, Thomas Wagner und neu Mathias Happ haben auf jedenfall die richtige Hardware, um jeden Segler in sein Element zu befördern.

Die Feldhamster sind 2015 bei uns eingezogen. Ein großer Erfolg, war doch die Nachernte-Kartierung in meinen Augen ein herber Schlag. Bis auf unser richtig volles Feldhamsterhabitat fanden wir trotz intensiver Suche mit Herrn Sattler in der Umgebung keine oder extrem wenige Hamsterbauten. Hoffentlich bleiben die gefährdeten Nager an unserem Standort erhalten.

Bereits getestet aber noch nicht eingeflogen steht schon die nächste Kerosinturbine für 2016 in den Startlöchern. Wir dürfen auf eine Kolibriturbine gespannt sein.

Unser erstes Jahr Rasenpflege in Eigenregie war ein voller Erfolg. Unser kleines Rasenmähteam stürzte sich voller Inbrunst auf die Arbeit. Ich hatte den Eindruck, dass unser Rasenschnitt noch nie so gut war wie im Jahr 2015.

Das Jahr 2015 stand für einige Vereinskameraden und mich auch im Zeichen der F3B-RES Klasse. Ich kann jedem nur diese Wettbewerbsklasse ans Herz legen. Mit einfachen Mitteln (quasi back to the roots) so viel Spaß zu haben ist in unserem Hobby, was zunehmend von Technik durchsetzt wird, fast schon eine Seltenheit.

In diesem Sinn allzeits eine Handbreit Luft unter der Tragfläche wünsche ich eine erfolgreiche Flugsaison 2016.

Holm- und Rippenbruch und viel Spaß beim Ansehen

Klaus

 

 

Saisonende 2015?

Bei allerbestem Wetter nutzten etliche Modellflugkameraden der MFGN den herrlich warmen und windstillen 1.Nov 2015 (!), um die Modelle dieses Jahr nochmal in die Luft zu befördern.

Highlight war die Pilatus Porter C6 mit 3,2m Spannweite von Mathias. Die Maschine hat einen kräftigen 3W 80XI CS, der für ordentlich Vortrieb sorgt. Laut Katalog bringt der Motor eine Leistung von 9,5 PS und verfügt über doppelte Zündkerzen. Die Nachrüstung der Schleppvorrichtung wird Mathias in Kürze vornehmen, danach gibt es keine Grenzen mehr beim Seglerschlepp. Bei den Flügen am Sonntag hat Mathias das eingebaute Kreiselsystem kalibiert. Es verfügt über GPS und einen Headinghold-Modus. Ich konnte mich von der Leistungsfähigkeit überzeugen. Beim Bodenstart wurde vom Kreiselsystem die Seite automatisch nachgesteuert. Dadurch rollt die Maschine geradeaus, als würde sie auf Schienen fahren. Kein Schlingern oder Ausbrechen war zu beobachten.

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Wir waren dabei !

Hallo Modellflieger,

Thomas hat  auf unserer Webseite seinen Bericht

http://mfg-niederdorfelden.de/wettbewerbe-2/

für Euch hinterlegt. Damit er dort nicht untergeht, hier der Verweis in der Rubrik Aktuelles.

Wir, das waren Thomas, Jochen, Georg und ich hatten viel Spaß in Wetzlar am 12.-13.9.2015. Am 2. Wettbewerbstag kam noch Rainer mit einem Fliegerkollegen vorbei und kaufte 3 Modellbaukästen des PicaRES Evo. Georg hat in Wetzlar ebenfalls ein Baukasten  des PicaRES Evo erstanden. Für uns als Verein bedeutet es, dass nächstes Jahr bereits 5 Mitglieder in der noch jungen Klasse RES am Start sind.

Für alle, die sich für einen RES Wettbewerb interessieren, findet ihr bei Youtube mein Video :

Wer Fragen zur Anschaffung eines geeigneten Modells hat, möchte bitte Thomas anschreiben. Viel Spaß beim Ansehen

LG Klaus

Retroplane 2015 Wasserkuppe(Rhön)

Retroplane ist ein europäisches Hangflugtreffen, welches jährlich in einem anderen Land stattfindet. 2015 war bereits nach 2010 das 2. deutsche Treffen  und fand erneut auf dem Berg der Segelflieger, der Wasserkuppe, statt. Für Freunde von Oldtimer-Flugmodellen und dem Scale und Semiscale-Modellbau ein absolutes Muß.

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die bisherigen Austragungsorte seit 2005

Den Termin am 18.7.2015 hatten wir schon lange im Kalender rot markiert. Die Wetterprognose für den 18 Juli versprach gute Bedingungen. Der Wind kam aus Südwest und das bedeutet auf der Wasserkuppe die Wahl zwischen dem Weltenseglerhang und dem Westhang am Fliegerdenkmal. Die Flugleitung entschied sich für den Südhang, obwohl der Wind eigentlich zu spitz darauf stand. Die Entscheidung wurde wahrscheinlich wegen der guten Lage zu den Parkplätzen getroffen. Viele der Oldtimermodelle haben eine erhebliche Spannweite und der Weg zum Westhang ist nicht jedermanns Sache 😉

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das 2015er Logo © retroplane
Von der MFGN waren Jochen, Georg, Lubos und Simona, Rainer und ich dabei. Die Auswahl an seltenen Modellen war sehenswert. Über 50 Modellflieger brachten ihre Raritäten an den Hang.

Ich habe aus meinen Fotos ein Video produziert. Viel Spaß beim Ansehen.

Modellflug Schulprojekt

Basierend auf dem „DMFV Modellflug-Package“ haben wir mit einer Grundschulklasse einen Schultag einer 3. Klasse gestaltet. Was stellt das Package genau dar? Einfach umschrieben bekommt ein Mitgliedsverein das nötige Rüstzeug vom DMFV kostenlos zur Verfügung gestellt, um einer Gruppe   (z.B. Schulklasse) den Modellbau zu zeigen und im Speziellen das Interesse am Modellflug zu wecken. Ich stellte deshalb im Rahmen unserer Jugendarbeit den Kontakt zur örtlichen Grundschule her und bot der Schulleitung die Betreuung für eine Schulklasse für einen Schultag an. Abgestimmt habe ich den Termin mit der Klassenlehrerin, welchen wir auf die letzte Schulwoche vor den großen Ferien gelegt haben. Die Erfahrung hat gezeigt, dass in dieser Woche wenig an der Schule läuft.

Aus dem Verein habe ich mir Hilfe in Form von 2 Kollegen gesucht, die mich dabei unterstützt haben, den praktischen Teil im Werkraum der Schule und den Wettbewerb auf dem Modellflugplatz zu bewältigen. Die Klassenlehrerin machte genau wie der Großteil ihrer Schüler bei uns ihre ersten Erfahrungen mit unserem schönen Hobby. Sie bestätigte mir, dass sie von Modellbau nichts gewusst habe, aber angenehm überrascht sei, welchen Elan ihre Schüler an den Tag gelegt haben.

Das DMFV Modellbau-Package umfasst genügend Bausätze des Wurfgleiters Piccolino, um eine Schulklasse mit 20 Kindern zu versorgen. Meine Helfer und ich hatten kurz zuvor ein Muster des Wurfgleiters gebaut, um die Schwierigkeiten beim gleichzeitigen Bau mit vielen Bausätzen  zu erkennen. Unsere Wahl der Klebstoffe viel abweichend vom DMFV Uhu-Hartkleber auf Express-Weissleim für die Rumpfverleimung. Den Pressdruck übernahmen Wäscheklammern. Während die Rümpfe trockneten, hatten die Schüler Gelegenheit, die Balsateile ihres Bausatzes mit Wachsmalkreide individuell anzumalen. Die Wachsmalkreide liegt ebenfalls dem Package bei. Wir Helfer klebten mit Sekundenkleber das Leitwerk zusammen , dann das komplette Leitwerk in den Rumpf und abschließend die Flächen in den Rumpf. Alle Verklebungen mit Sekundenkleber waren tabu für die Kinder. Aus unseren Versuchen mit dem Schwerpunkt konnten wir die korrekte Drahtlänge ablängen und einkleben, ohne noch die Schwerpunktwaage des Bausatzes zu benötigen. Die Bauzeit für 20 Piccolinos betrug 1,5 Std.

Im Package enthalten sind weitere Freiflugbausätze in 2 Größen. Die Tragflächen haben ein Jedelzki-Profil und sind somit recht schnell aufzubauen. Eigentlich soll die Gruppe diese Freiflieger in Gruppenarbeit zusammen aufbauen. Ich legte der Klassenlehrerin dies in der Vorbesprechung dar, jedoch vemutete sie einen Zeitaufwand, der ihr zu hoch erschien, um die Modelle während der Schulzeit aufzubauen. Wir einigten uns daher vorab auf den alleinigen Bau der Piccolino Wurfgleiter. Damit die Idee der Freiflieger jedoch nicht komplett entfallen sollte, bauten wir vor dem Projekttag einen Freiflieger bei uns im Bastelkeller zusammen, um ihn der Schulklasse als Erinnerung an uns zu schenken. Der Freiflieger wird daher seinen Weg als Deko für den Klassenraum nehmen.

Ich begleitete die Schulklasse dann zu Fuß zu unserem Modellflugplatz. Meine Helfer bereiteten zeitgleich den Platz vor. Wir machten am Platz angekommen erstmal eine Getränkepause, das Wetter am heutigen Tag war schwül-heiss. Dann ging es ans Übungswerfen der kleinen Wurfgleiter. Die Flasche Sekundenkleber war im Dauereinsatz, um abgebrochene Leitwerke und komplett durchgebrochene Tragflächen wieder an Ort und Stelle zu bringen. Im ersten Teil des Wettbewerbs geht es um den  Weitwurf der Gleiter. Die Startlinie wurde vorher mit Band markiert und ein Messteam aus 2 Kindern gebildet. Wir erzielten Weiten bis über 18 Meter Gleitflug. Der zweite Teil ist ein Zielwerfen. Dazu liegt dem Package ein Zielpflock bei. Wir ermittelten eine durchschnittliche Wurfweite von 5-6 Metern im ersten Wettbewerbsteil und brachten daher den Zielpflock bei ca. 6 Metern Abstand zur Abwurflinie an. Hier wertet nun der geringste Abstand zum Holzpflock am höchsten.

Im Package liegen für jedes Kind eine hochwertige Sonnenkappe, ein Pilotenbutton, Gummibärchen und ein Blankozertifikat, welches netterweise die Klassenlehrerin ausgefüllt hat. Wir schenkten nun den Kindern den  großen Freiflieger, welchen sie auch kurz ausprobieren konnten, um sich von den Flugleistungen zu überzeugen. Auf dem Rückweg zur Schule gingen dann noch etliche Wurfgleiter zu Bruch, jedoch hatten die Schüler viel Spaß.

Die ganze Aktion schafften wir in etwas über 4 Stunden incl. 2 Fußmärschen á 2 km zum und vom Modelllflugplatz. Eine weitere Lehrerin der Grundschule hat mich bereits auf dem Schulhof angesprochen, ob ich den Aktionstag mit ihrer Klasse wiederholen kann. Ich gehe davon aus, dass die Aktion sowieso im Kollegium besprochen wird. Wir hörten bislang nur positive Meinungen und werden daher den Verband für eine 2. Aktion anfragen. Ich kann andere Mitgliedsvereine nur ermutigen, das Modellbaupackage für die Jugendarbeit vom DMFV anzufordern und aktiv an die Schulen heranzutreten.

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Die Trockenzeit wird zum Anmalen genutzt
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Die Wachsmaler beschädigen nicht das Balsa
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und los gehts von der Schule
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durch den Ort…
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über die Felder
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Erholung im Schatten
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Werbeluftballons vom DMFV hatte ich noch im Keller
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die Kinder mochten das angrenzende Maisfeld
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ein Flugkollege führte ein Elektromodell vor
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gleich wird in der Sonne geschwitzt
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auch den Mädchen hats gefallen
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auf den richtigen Schwung kommt’s an
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unser Meßteam in Aktion
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volle Konzentration
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und schon das erste Fachgeplänkel 🙂
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Jeder muß mithelfen, hier das Schreiben der Urkunden
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die Nase gehört beim Werfen leicht nach unten
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geht doch
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Abschluss der Veranstaltung
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Als Andenken gibts ein Zertifikat zur Teilnahme

Straßenfest 2015

Erneut hat die MFGN am Straßenfest der Gemeinde am 21.6.2015 teilgenommen. Bereits zum 3. Mal in Folge durften wir die geräumige Garage einer netten Familie in der Pfortengasse nutzen.

Die Garage bietet uns natürlich Wetterschutz, aber viel wichtiger ein gedämpftes Licht. Die Modellflug Simulation auf dem Monitor wäre bei einer hellen Umgebung nicht vernünftig zu sehen. Zunächst sah es mit dem Wetter nicht gerade rosig aus. Zur Eröffnung durch Bürgermeister Büttner und die Kürbiskönigin Katharina 1. waren die Straßen fast noch leer.

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Bürgermeister Büttner: Eröffnung des Straßenfestes 2015

Doch im Laufe des Tages besserte sich das Wetter erheblich und die Bürger besuchten zahlreich die Veranstaltung. Wir präsentierten erneut 2 Computerplätze mit Simulatoren. Auf einer Leinwand liefen per Beamer Bilder aus dem Vereinsleben durch. Die Wände waren mit Modellplänen und Baustufenbildern behängt. Diverse Flugmodelle und Helis waren ebenfalls in der Garage zum Ansehen aufgebaut worden. Zum praktischen Ausprobieren einer Fernsteuerung hatten wir wieder unser beliebtes Kugelspiel dabei, bei dem eine Kugel durch ein Labyrinth per Funk gesteuert werden muß.

Vielen Dank an die diversen Helfer aus dem Verein, allen voran Lubos Krejsa, der dieses Jahr erneut die Organisation übernommen hatte.

Der Vorstand

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Arbeitsstunden vergehen wie im Schlaf 🙂

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Reg. Jugendmeisterschaft 2015

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Die MFGN hatte im Rahmen der Neueröffnung unseres Modellflugplatzes im Jahr 2014 die Reaktivierung der Jugendarbeit als einen wichtigen Teil des Vereinslebens beschlossen. Erste Vorbereitungen fanden 2014 mit der Beantragung zur Nutzung des Werkraums der Schule in Niederdorfelden statt. Der erste Winterbaukurs für Kinder und Jugendliche seit Jahren fand eine gute Resonanz in der Gemeinde.

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Winterbaukurs 2014/2015 mit 9 Teilnehmern

Aus diesem Winterbaukurs nahmen 8 Teilnehmer an der RJM 2015 mit ihren selbstgebauten Freifliegern teil. Die Zeit zwischen der Fertigstellung der Freiflieger und dem Wettbewerb nutzten wir zum gemeinsamen Einfliegen und Üben des Seilhochstarts.

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Tizian beim Seilhochstart

Die Windverhältnisse gingen beim Üben von Windstille bis zu böigem Wind. Die Kinder erkannten schnell, wie empfindlich ein Freiflieger auf falsches Ziehen mit der Schnur reagieren kann.

Wie jedes Jahr sucht der Dachverband DMFV Ortvereine in den Bundesländern zur Durchführung der Vorausscheidung der deutschen Jugendmeisterschaft. Für uns stand fest, dass wir dieses Jahr Flagge bekennen und uns beim DMFV in der Jugendarbeit zurückmelden. Für uns kein Neuland waren die Vorbereitungen vereinsintern schnell vergeben. Es gab Arbeitsteams für die Platzvorbereitung, Getränke- und Essensversorgung, Wettkampfauswertung am PC und diverse Helfer hier und da. Bis kurz vor dem Wettbewerb war die Anzahl der Anmeldungen sehr gering, in der letzten Woche vor dem Wettbewerb jedoch flatterten dann immer mehr Anmeldungen rein. Wir mussten das Essen aufstocken und es wurde schnell klar, dass der Wettkampftag einen sehr engen Zeitrahmen haben sollte.

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Eine der Wendemarken

 

Wettkampftag:

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Aufbau

Der Tag begann für unseren Verein natürlich schon sehr früh mit dem Aufbau. Kabel verlegen, Generator auffüllen, Mikroanlage installieren, Gaskocher aufbauen, Getränkewagen stellen,etc.

 

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Wettkampfauswertung

 

Die 26 angemeldeten Teilnehmer waren pünktlich zum Pilotenbriefing erschienen und es wurde wegen des starken Windes der erste Durchgang der Freiflieger am Anfang geflogen. Die Resultate der einzelnen Flüge werden per PC-Auswerteprogramm erfasst und jeweils die Zwischenstände ausgedruckt. Unser PC-Team hatte einen wetterfesten Platz im Bus bekommen.

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Es zeigte sich, dass selbst unser Training es nicht verhindern konnte, dass einige Freiflieger zu stark gezogen wurden und beschädigt wurden. Da die Modelle aus Holz sind, werden die Schäden nach dem Wettbewerb im Werkraum repariert. Die Besitzer sehen somit nicht nur den Aufbau des Modells, sondern auch die Reparatur einer gebrochenen Tragfläche.

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Bergung

Die weiteren Klassen sind nach der neuesten Ausschreibung 2015 das Elektrosegeln, die Juniorklasse, die Expertklasse und der F-Schlepp.

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Der DMFV hat alle Klassen geöffnet und die Beschränkung eines bestimmten Modells aufgehoben. Rahmenwerte sind nur noch die Spannweiten und die Motorisierung.

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Verboten sind weiterhin Kreiselunterstützung und reine Landeklappen. Zeitgemäß trat keiner der Teilnehmer mehr mit einem Verbrennerantrieb an. Ich kann mich noch an die Zeiten erinnern, wo es genau andersherum war und ein Elektroantrieb belächelt wurde.

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Elektrosegeln wurde vereinfacht. Es wird auf Höhe geflogen und nach 2 Minuten gemessener Flugzeit wird der Abstand des gelandeten Seglers zur Landelinie gemessen. Das Landefeld, was für alle ferngesteuerten Klassen gilt, ist 70 x 40 Meter groß. Der Länge nach gibt es 5 Felder, wobei das mittlere Feld vor dem Piloten die höchsten Feldpunkte erzielt.

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Juniorklasse ist vom Flugprogramm unverändert. 4 Flugfiguren und eine Ziellandung gehen in die Wertung ein. Geflogen wird das Programm bereits ab 2 gesteuerten Achsen.

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Expertklasse hat sich ebenfalls nicht verändert und ist vom Umfang identisch wie die Juniorklasse, jedoch mit anspruchsvolleren Flugfiguren. Geflogen werden hier natürlich alle 3 Achsen.

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F-Schlepp ist die neue Klasse und ersetzt das reine Segeln mit Seilhochstart. Das Team wird zusammen bewertet, wobei beide Teampartner die Punkte in die gemeinsame Wertung einbringen. Es traten bei uns immerhin 4 Teams gegeneinander an. Dies zeigt, dass diese neue Klasse viel Spaß macht. Erfahrene Modellflieger kennen bestimmt den Kick, den man hat, wenn sein Flieger beim Kollegen angeleint ist.

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Die Flugleitung entschied im Laufe des Tages, den 3. Durchgang der Freiflieger zu streichen. Grund war der starke und böige Wind und die Tatsache, dass mehrere Freiflieger schon fluguntauglich geworden waren.

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Showtime: grüne Hosen nach der Suche im Raps

Ein Freiflieger liebte die Freiheit so sehr, dass er sich in einem Rapsfeld unauffindbar verabschiedete. Alle ferngesteuerten Klassen wurden erwartungsgemäß mit 3 Durchgängen beendet, bei der Expertklasse gab es ein Stechen um Platz 2 + 3.

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Während die Auswertung zur Siegerehrung lief, veranstalteten wir eine Tombola unter den Teilnehmern mit gespendeten Preisen. Hauptpreise waren eine Einsteigeranlage mit Empfänger von Graupner, ein komplettes Flugsimulatorpacket mit Handsender und lizenzierter Software und einen Coaxialhubschrauber mit diversen Ersatzteilen. Für alle anderen gab es Kleinpreise wie Servos, Sekundenkleber und Werbegeschenke vom DMFV.

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Tombola

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Zum Abschluss der Veranstaltung gab es die Siegerehrung, welche von Dirk Bubley und Heiko Schwab durchgeführt wurde. Der Tag war mit Sicherheit sehr anspruchsvoll für die Piloten gewesen, da der starke Crosswind für unangenehme Landungen und sogar Außenlandungen sorgte. Das Material blieb bis auf wenige Kleinschäden unversehrt.

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Freiflug
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Expertklasse
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Juniorklasse
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F-Schlepp
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Elektrosegeln

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Unser Dank geht an alle Helfer der MFGN, die für eine gelungene Flugveranstaltung gesorgt haben!

Der Vorstand

MFG WEBCAM

Webcam Projekt MFG Niederdorfelden e.V.

von Klaus Sauerteig und Shintaro Fujita

Die Idee und der Wunsch nach einer vereinseigenen Webcam entstand nach unserem erfolgreichen Flugplatzumzug im Jahr 2014. Bei der Internet Recherche fand ich etliche Lösungsansätze. Da unser Modellflugplatz keine Infrastruktur wie Strom, Telefon oder Internet hat, bleibt nur eine solarbetriebene Webcam. Fertige Webcams mit Internetfunktionalität gibt es mittlerweile im Handel, sogenannte IP Kameras. Möchte man diese IP Kameras auch noch für Outdoor und Solarstromversorgung, findet man kaum etwas passendes für wenig Geld. Auch ist man mit fertigen IP Kameras auf die Software angewiesen, die mit dem Gerät ausgeliefert wird und in dieses integriert ist. Deshalb entschieden wir uns für einen anderen Weg, an die gewünschten Kamerabilder vom Modellflugplatz zu kommen.

1. Überlegungen zur Stromversorgung

Zur Auslegung einer Solaranlage gibt es ganze Abhandlungen. Für uns schwer durchschaubar ist zunächst der Leistungshunger unserer Technik. Es gibt tatsächlich Messgeräte, die in die Stromversorgung eingeschleift werden und dann zuverlässig Auskunft geben. Weiterhin gibt es für einige wenige Komponenten im Netz Angaben, wie viel sie verbrauchen. Faktoren für die Effizienz der Solaranlage sind der Neigungswinkel des Solarpanels, die Himmelsrichtung, die Energiespeicherung um nur einige zu nennen. Alles das zusammen ergibt mehr Unbekannte in der Gleichung, als uns lieb ist. Daher haben wir uns kurzerhand für eine mittelgroße Solarzelle mit nicht allzu großen Pufferbatterien entschieden, wohlwissend, dass es Versorgungsengpässe geben kann.

Unsere Solaranlage – auch Photovoltaikanlage genannt – besteht aus einem monokristallinen 30 Watt Solarpanel,

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wetterfester Rahmen aus Edelstahl an der Südwand

welches über einen Solarregler 2 Puffer – Bleigelbatterien a 7.5AH auflädt. Die beiden Batterien wurden parallel geschaltet und fungieren wie eine Einzelbatterie. Das Solarmodul wurde in exakter Südlage mit einer Neigung von ca. 55 Grad von der Waagerechten installiert. Für Deutschland gilt die Empfehlung, für den höchsten Stromertrag das liegende Solarpanel ca. 30 Grad anzukippen. Für den gleichbleibendsten Energieertrag über das Jahr gesehen werden ca. 55 Grad Anstellwinkel empfohlen. Ich habe mich für die 2. Variante entschieden. Unsere Bleigelbatterien waren kostenlos und stammen aus einer Notstromversorgung. Sie haben noch genug Restkapazität( > 80%) für unsere Anwendung.

Bei den Bleibatterien für Solaranlagen muss man folgendes beachten. Es gibt zum einen die uns bekannten Starterbatterien für den PKW. Wie der Name schon sagt sind die ‚Autobatterien‘ für den kurzen aber heftigen Startvorgang ausgelegt. Sie sind nur beschränkt zyklenfest – komplette Entladungen verkürzen die Lebensdauer drastisch. Der Elektrolyt ist in der Regel flüssige Säure und die Lade(schluss)spannung darf nicht mehr als 13.8 Volt betragen. Liegt sie doch darüber, zersetzt sich die Säure in Knallgas(Wasserstoff+Sauerstoff). Man kann diesen Verlust bei Batterien mit Öffnungen durch Auffüllen mit dest. Wasser ausgleichen.

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Batterien aus einer Notstromversorgung

Die Empfehlung für Photovoltaikanlagen sind die geschlossenen Bleigelakkus. Hier ist die flüssige Säure gebunden. Außerdem liegt die Zyklenfestigkeit bei über 1000 und sie sind langlebiger und auch tiefentladefester. Die Lade(schluss)spannung liegt etwas höher bei 14.4 Volt.

Handelsübliche Klein-Solarregler kümmern sich um die Ladung der Batterien. Einfache, preiswerte Varianten messen die Batteriespannung und vergleichen sie mit der Herstellervorgabe. Erreicht die Batterie die obere Grenze(auch Ladeschluss-Spannung genannt), wird die Verbindung zur Solarzelle elektronisch getrennt. Bei Unterschreitung der Batteriespannung wird die Solarzelle wieder zugeschaltet. Die Ladung erfolgt also getaktet. Bei unserer Minimallösung erübrigt sich eine Kühlung des Ladereglers.

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preiswerter Solarregler 2x8A max.

Die Schaltschwellen unseres eingesetzten Regler liegen bei ca. 14,2 V/DC (± 5%) nach oben und ca. < 12,9 V/DC (± 5%) nach unten. Damit erklärt sich unsere Wahl für Bleigelakkus. Wer ebenfalls eine preiswerte Solaranlage plant, sollte als mögliche Bezugsquelle für die Bleibatterien auch gebrauchte Batterien aus Rollstühlen erwägen. Diese Batterien sind genau der richtige Typ und werden auch frühzeitig ausgetauscht, um kein Risiko des ‚Liegenbleibens‘ einzugehen.

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rustikale Profiverdrahtung 🙂

2. Die Technik der Webcam

Für die Steuerung und das Management wurde ein Raspberry Pi B+ Computer gewählt. Nur scheckkartengroß ist dies ein später Nachfolger von den legendären Homecomputern wie Apple2 oder Commodore C64. Vorteil des Raspberry Pi ist die einfache Stromversorgung mit nur einer USB Spannung von 5 Volt, ist sehr genügsam und gut geeignet für Solaranlagen.

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Raspberry Pi B+ mit Dualcore CPU, 512 MB RAM, 4xUSB2.0

Ein Raspberry Pi – kurz Raspi – läuft mit einem Betriebssystem namens Raspbian, welches ein Linux-Klone ist. Der Linux-Kern ist unter der GPL(General Public Licence) lizensiert und lizenzkostenfrei. Gerade deshalb sind quasi alle Raspi Programme frei am Markt erhältlich. Ein Raspi hat einen ARM Cortex-A-Prozessor, der weitverbreitet ist und oft in Smartphones eingesetzt wird. Dies ist der Grund, weshalb man bei der Betriebssystem- und somit auch der Softwarewahl flexibel ist. Microsoft hat  angekündigt, dass ein Raspi basierend auf der ARM-Architektur kompatibel mit Windows 10 sein wird.

Die Rechenarbeit zur Auslösung der Kamera in wählbaren Intervallen und die Weiterverarbeitung erledigt unser kleiner Rechenknecht perfekt. Per Cronjob – einem zeitgesteuertem Script – erfolgt jeden Abend ein Shutdown des Betriebssystems und kurz danach die Abschaltung der Stromversorgung per Schaltuhr.

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5 MP Kameramodul mit Standardlinse

Die eigentliche Kamera ist ein Kameramodul, was extra zum Raspi entwickelt wurde und 5MP Auflösung hat. Dieses Modul etwa briefmarkengroß, hat als Standard eine winzige Fixfokuslinse. So eine Linse lässt sich nicht justieren und bildet alles im vorgegebenen Bereich scharf ab.

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aus der Restekiste: Verbrennermotorträger als Objektivhalter

Mir war das Blickfeld zu eng, habe sie deshalb entfernt und mit einer zoombaren, weitwinkligeren Linse ersetzt. Dieses Modul wird über eine 15-polige serielle MIPI-Kameraschnittstelle (CSI), welche onboard auf dem Raspi sitzt, angesteuert. Ebenso könnte man an die USB 2.0 Buchsen des Raspi jede handelsübliche USB Kamera anschließen. Das Betriebssystem eines Raspi unterstützt alle handelsübliche Hardware durch eine (Linux)Treiberdatenbank, die kaum Wünsche offen lässt.

Die Versorgungsspannung präsentieren wir dem Raspi mundgerecht mit einem Stepdown-Wandler, der die 12 Volt Batteriespannung auf 5 Volt USB Spannung wandelt. Der Stepdown-Wandler ist die einzige Möglichkeit, quasi ohne hohe Leistungsverluste die überzähligen Volts zu eliminieren. Ich wählte hier einen gängigen Wandler, welcher gerne für Arduino-Programmierboards eingesetzt wird.

KIS3R33S
preiswerter Spannungswandler max. 3 A mit hohem Wirkungsgrad

Sein Wirkungsgrad ist mit max. 96% recht ordentlich und schont unseren kostbaren Solarstrom. Unser Raspi B+ verbraucht im sogenannten Headlessbetrieb(ohne Maus, Tastatur und HDMI-Monitor) aber mit WLAN Adapter in Nanobauweise im Leerlauf ca. 300 mA, was etwa 1,5 Watt Leistung entspricht. Der WLAN Adapter wurde nach der Einrichtung der Software wieder entfernt und wir sparen dadurch ca.100 mA ein.

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der bestückte Einschub fürs Outdoor-Gehäuse

Wetterfest verpackt findet die komplette Einheit ihren Platz in einem Outdoor Kameragehäuse.

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wasserfestes Kamera Leergehäuse

Wir arbeiten mit einer einzigen 12 Volt Stromeinführung ins Gehäuse. Die Spannung wird im Outdoorgehäuse gewandelt. Um Problemen mit Feuchtigkeit durch Kondensation vorzubeugen, wird das Outdoorgehäuse mit etwas Trockenmittel versehen. Platz für die kleinen Beutelchen ist genug da.

 

SilicaGelPack
Trockenmittel findet man z.B. in Schuhkartons

Die Solaranlage und Kamera kann räumlich voneinander getrennt werden. Zur Verbindung sollte ein Kabel mit genügenden Querschnitt gewählt werden um einem Spannungsabfall vorzubeugen. Unsere Leitungslänge liegt um ca. 5 Meter und hat ein Kabelquerschnitt von 1,5 mm2 . Die Leitungen, welche im Freien verlegt werden, sollten UV stabil sein, z.B. eine Silikonschlauchleitung.

3. UMTS Datenversand und Software

Da wo ein Mobiltelefon Empfang hat, kann unsere Webcam eine Internetverbindung aufbauen. Realisiert wird dies durch einen handelsüblichen USB Surfstick in einer routerlosen Konfiguration.

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Surfstick und Stepdown-Wandler

Der Surfstick baut via UMTS eine Internetverbindung auf. UMTS (Universal mobile telecommunications system) ist ein Mobilfunkstandard der dritten Generation (3G). Zusätzlich braucht man einen Mobilfunkprovider, welcher einem eine Internet-Flatrate anbietet. Es gibt vereinzelt leistungsschwache Gratisangebote, welche durch Werbe SMS finanziert werden. Unsere Flatrate läuft zur Zeit noch über eine Zweitkarte eines Vereinsmitgliedes und ist somit ‚kostenlos‘. Auf längere Sicht werden wir für eine preiswerte Flatrate etwas Geld sammeln. Die gibt es am Markt für unter 10 Euro im Monat. Ausreichend ist eine reine Internet Flatrate ohne Telefonie und SMS. Unser Raspi ist nach einem Ausfall der Versorgungsspannung selbststartend. Er initialisiert selbstständig per PIN Eingabe die SIM Karte im Surfstick. Die PIN Abfrage der SIM Karte könnte man jedoch auch ganz abschalten, wenn man die SIM Karte in ein Handy einlegt und dort in den Einstellungen die PIN Abfrage deaktiviert.

Es folgen die Skripte und Einstellungen am Raspi:

Abb.1  Zur Umschaltung des Surfsticks in den Modembetrieb werden die rot hinterlegten Werte benötigt. In unserer Konfiguration von dem Hersteller ZTE:

usb_modeswitch.conf

usb_modeswitch


Abb.2  wvdial ist ein Linux-Kommando und installiert die Modemkonfiguration entsprechend der folgenden Konfigurationsdatei:

wvdial.conf

[Dialer Defaults]
Init1 = ATZ
Init2 = ATQ0 V1 E1
Momdem Type = Analog Modem
ISDN = 0
New PPPD = yes
# Baud = 460800
Modem = /dev/ttyUSB2
Auto Reconnect = off

[Dialer pin]
Init3 = AT+CPIN=*SIM-KARTEN PIN*

[Dialer 3gconnect]
# Auto DNS = on
Stupid Mode = 1
Init4 = AT+CGDCONT=1,“IP“,“internet“
Modem Type = Analog Modem
Phone = *99***1#
Password = o2
Username = o2


Abb.3  Skript zur Bilderzeugung, Dateinamenaufbereitung und FTP Übertragung:

timelaps.sh

#!/bin/bash

localFile=/tmp/cam.jpg
fileName=cam$(date +%H%M).jpg
newfilePath=/$(date +%Y)/$(date +%m)/$(date +%d)
newfp=/$(date +%Y)/$(date +%m)/$(date +%d)/cam$(date +%H%M).jpg

raspistill -o $localFile -vf -hf -q 15 -w 640 -h 480
wvdial 3gconnect &
sleep 10
lftp -u *FTP Benutzer+PW* sftp://mfg-niederdorfelden.de <<EOF
mkdir -p $newfilePath
put $localFile -o $newfp
bye
EOF
poff


 

Abb. 4 Skript mit dem Befehl zum Modembetrieb:

modeswitch.sh

 #!/bin/sh

usb_modeswitch -c /etc/usb_modeswitch.conf
sleep 10
wvdial pin


Abb.5 PHP Skript auf der Serverseite zur Auswertung und Anzeige der Webcamdateien (Auszug)

php_webcam
Abb.5: mfg_cam_image.php

 

Eine Hürde war die Umschaltung des Surfsticks unter Raspbian auf Modembetrieb. Normale Surfsticks arbeiten üblicherweise im Dualmode, als Datenspeicher mit eingelegter Memorycard oder im USB-Modembetrieb. Wir brauchen den 2. Betriebszustand , um die Bilddaten per FTP Client an den Webspace unserer Vereinshomepage abzuschicken. Ein FTP(File Transfer Protocol) Client ist ein Programm, welches Dateien an einen FTP Server übertragen kann. Unsere Vereinswebseite fungiert hierbei als FTP Server und speichert die Bilddaten in einem Zielverzeichnis. Ein PHP Skript sorgt hier dafür, das Bild mit dem aktuellsten Datum aus dem Verzeichnis der Webcambilder auszuwählen und anzuzeigen. Die vorher angesprochenen Cronjobs werden beim Raspi in der Cronjobtabelle verwaltet. Dort hinterlegen wir den allabendlichen Stop zur Nachtzeit.


 

Abb.6 Der automatische Shutdown erfolgt um 21:25 Uhr. In der Crontabelle stehen die Minuten zuerst:

/etc/crontab
25 21 * * * root /sbin/shutdown -h now


Das definierte Herunterfahren verhindert einen Datenverlust, welcher beim Raspi möglich wäre. Auf das nötigste reduziert hat ein Raspi keinen An-/Ausschalter. Ausschalten durch das Wegnehmen der Versorgungsspannung ist denkbar, aber erst nach dem Herunterfahren. Unserer Meinung nach hat der Tageszyklus mit einer Nachtpause den Vorteil, dass es keine Langzeiteffekte durch eine ununterbrochene Betriebszeit geben kann.

Schaltuhr12V
preiswerte 12V Schaltuhr

Die Schaltung der Webcam steuern wir mit einer einfachen programmierbaren 12 Volt Schaltuhr, die es für wenig Geld bei Ebay gibt. Wir können ca. 9 Betriebsstunden pro Tag Solarstromversorgung einsparen. Dies ist sicherlich auch interessant für die lichtarme Jahreszeit.

Der Raspi hat aufgrund seiner Kompaktheit als Festspeicher nur eine eingelegte Micro SD-Speicherkarte. Sie enthält neben dem Betriebssystem auch Verzeichnisse, welche durch das Raspian ständig neu geschrieben werden, z.B. Logdateien, etc. Aufgrund der verwendeten Speichertechnik ist Flashspeicher grundsätzlich nicht unbegrenzt oft beschreibbar. Man geht nach dem heutigen Stand der Technik von ca. 100.000 – 1.000.000 Schreibzugriffen aus. Was können wir also tun, um die Lebensdauer der Micro SD-Karte zu erhöhen? Denkbar ist der Einsatz einer RAM-Disk. Hier wird vom Arbeitsspeicher, welcher beim Raspi B+ 512 MB groß ist, ein Teil reserviert und die Schreibvorgänge, welche eigentlich für die SD-Karte bestimmt sind, dorthin umgeleitet.

Wir können uns andererseits mit einem temporären Filesystem helfen.

Abb.7 Das systemweite, temporäre Dateisystem unter /tmp wird folgendermaßen geändert:

/etc/fstab
tmpfs /tmp tmpfs nodev,nosuid,size=20M 0  0


Zum Datenvolumen soviel: Jedes Einzelbild von unserem Flugplatz hat eine Größe von 640 x 480 P. Die Dateigröße hängt von dem Detailreichtum des jeweiligen Bildes ab und bewegt sich zwischen 40-90 KB. Ein typischer Tag mit Aufnahmen von 6:00 – 21:30 Uhr alle 10 Minuten produziert 93 Aufnahmen und hat ein Tagesgesamtvolumen von 6,6 MB. Für einen Monat mit 30 Tagen muss die erforderliche(=kostenpflichtige) Flatrate etwa 198 MB Bilddaten verkraften. Dazu kommt noch eine gewisse Datenmenge für das Handshake, welches durch die Datenübertragung verursacht wird und u.a. eine Fehlerkorrektur ermöglicht. Eine raschere Taktung oder die nächste Qualitätsstufe 800 x600 P wird die erforderliche Flatrate rasch ansteigen lassen.

Optional kann man am Raspi die GUI=grafische Oberfläche abschalten. Damit sparen wir Arbeitsspeicher. Außerdem ist das Tool zur Hotkeyrealisierung überflüssig, da wir keine Tastatur am Raspi betreiben.


 

Abb.8 LightDM ist der DisplayManager und TriggerHappy das Tool für Keyboard Hotkeys:

sudo update-rc.d lightdm remove
sudo update-rc.d triggerhappy remove

Der eingesparte RAM beläuft sich auf 25MB. Die im Dauerbetrieb gemessene CPU-Last beträgt exakt 5%.


Während der Installation auf dem Flugplatz haben wir festgestellt, dass es komfortabel ist, den Raspi per WLAN und SSH zu konfigurieren. Jedoch verbraucht auch ein WLAN Adapter im Leerlauf Solarstrom. Wir haben uns folgende Lösung überlegt: eine USB-Buchse des Raspi verlängern wir mit einem USB-Kabel bis in unseren Gerätewagen, an dem der Kameramast angeschraubt ist. Das USB-Kabel wird mit einem Schutzmantel UV sicher installiert. Bei Bedarf haben wir auch in Zukunft eine Komunikationsmöglichkeit mit dem Raspi, indem wir den WLAN-Adapter ans USB-Kabel anstecken und müssen nun nicht mehr jedesmal am Kameramast hochklettern und das Outdoorgehäuse aufschrauben.

Abb.9 Ein WLAN Accesspoint am Raspi wird mit dem Paket ‚hostapd‘ realisiert. Unsere Konfigurationsdatei sieht wie folgt aus:

/etc/hostapd/hostapd.conf

interface=wlan0
bridge=br0
driver=rtl871xdrv
ctrl_interface=/var/run/hostapd
ctrl_interface_group=0
ssid=RaspiMFGCam
hw_mode=g
channel=8
wpa=2
wpa_passphrase=*WLAN-PW*
wpa_key_mgmt=WPA-PSK
wpa_pairwise=CCMP
rsn_pairwise=CCMP
beacon_int=100
auth_algs=3
wmm_enabled=1


 

Letzter Feinschliff an der Webcamanlage

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nur was für Sportliche 🙂
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per WLAN aus dem Bauwagen via AP zum Raspi

4. Eingesetzte Technik:

(Preise teils aus 2014)

  • 1/3″ Linse mit man. Focus,2.8-12mm, 110-23.8Grad, F1.4                   11,86 €
  • Raspberry Kameramodul 5 MP, Ver. 1.3, 1080p, CSI Bus                     22,89 €
  • DC 7V-24V auf 5V 3A Step Down Buck KIS3R33S Modul                  1,- €
  • 16mm F2.0 1/3″ Replacement Board Lens for CCTV Camera               5,87 €
  • Raspberry Pi B+ Microcomputer                                                          29,90 €
  • Gehäuse für Raspi                                                                               8,90 €
  • Edimax EW-7811Un Netzwerkadapter, USB 2.0                                  7,85 €
  • Samsung 8GB Micro SD Karte, bespielt mit Noobs                              5,90 €
  • Offgridtec, Solarpanel 30 Watt Mono 12V                                           39,90 €
  • Kemo Solar Laderegler Dual 16A                                                        14,29 €
  • Pollin Kameragehäuse Outdoor                                                                       14,95 €
  • Pollin Kamera-Wandhalter, Metall                                                      8,95 €
  • 12 Volt Schaltuhr, programmierbar                                                     5,88 €

Gesamt                                                                                                          178,14 €

Von Vereinsmitgliedern gespendet:

  • 2 Stück Yuasa NPW30-12 Bleigel Batterien
  • O2 Surfstick
  • Handarbeit, Softwareprogrammierung und unsere Zeit (!)

 

Klaus Sauerteig im Juni 2015

Modellfluggruppe Niederdorfelden e.V.